Am 18. Mai 1983 wurde die "Elterninitiative Montessori-Kindergarten Kleve e.V." gegründet. Dies war der Beginn der Montessori-Bewegung in Kleve, die dazu geführt hat, dass es heute in Kleve zwei gut funktionierende Montessori-Kinderhäuser gibt und viele Montessori-Pädagoginnen und Montessori-Pädagogen die nach der Montessori-Pädagogik unterrichten und arbeiten.

Treibende Kräfte der Montessori-Bewegung in Kleve sind zwei Vereine: Zum einen ist dies die im Mai 1983 gegründete Elterninitiative, die zwischenzeitlich umbenannt wurde in "Elterninitiative Montessori-Kinderhaus Kleve e.V." und die die beiden Montessori-Kinderhäuser in Kellen und Reichswalde betreibt, mit insgesamt 90 Kindern, zum anderen ist dies der am 26. 7.1985 gegründete "Verein der Freunde und Förderer der Montessori-Pädagogik in Kleve e.V." - seit 2008 "Montessori Förderverein Kleve e.V.", der sich die ideelle und materielle Unterstützung der Montessori-Pädagogik in Kleve zum Ziel gesetzt hat.

Von Anfang an war die Integration behinderter Kinder ein besonderes Anliegen des Montessori Fördervereins Kleve. So sind in den Kinderhäusern immer behinderte Kinder aufgenommen worden, das Kinderhaus in Reichswalde ist von vorneherein als integrativ arbeitende Tagesstätte errichtet worden und von den dort vorhandenen 40 Plätzen sind 5 Plätze für behinderte Kinder reserviert.

Die nach der Montessori-Pädagogik unterrichteten Klassen an der Unterstadtschule nahmen seit dem Schuljahr 1990/91 am Schulversuch "Integration Behinderter" teil und es wurden damals in die jeweiligen Eingangsklassen auch immer einige behinderte Kinder aufgenommen. Wie groß zwischenzeitlich das Interesse an der Montessori-Pädagogik in Kleve war, spiegelt sich darin wider, dass z.B. im Kinderhaus Kellen für das Kindergartenjahr 1991/92 bei 11 freien Plätzen über 170 Anmeldungen vorlagen und dass die Kapazitäten für weitere nach der Montessori-Pädagogik unterrichtete Klassen an der Unterstadtschule erschöpft waren, so dass zum Schuljahr 1992/93 bereits Kindern, die teilweise viele Jahre eines der Montessori-Kinderhäuser besucht hatten, der Zugang zu einer Montessori-Grundschulklasse aus räumlichen Gründen verwehrt werden musste. Nachdem Überlegungen vom Förderverein angestellt wurden, das Gebäude der alten Willibrord-Schule in Kellen (heutiges Studienseminar) für eine Montessori-Grundschule zu nutzen und diesbezüglich Anfragen an die Bezirksregierung Düsseldorf von der Stadt Kleve gestellt werden mussten, wurde die weitere Entwicklung eines Montessori-Zweiges bzw. einer städtischen Montessori-Grundschule von der Bezirksregierung Düsseldorf mit der Begründung beendet, es könne in jeder Grundschule nach Montessori gearbeitet werden, dafür brauche man keine extra Schule.

Im Jahre 2005 hatte sich - also nach über 20 Jahren - wieder eine Elterninitiative gegründet, die einen Montessori-Zweig an einer Grundschule in Kleve forderte, die sich nach dem Besuch eines Montessori-Kinderhauses die Fortsetzung der Bildungs- und Erziehungsarbeit in einer Montessori-Grundschule wünschte. Durch die Unterstützung aller politischen Parteien im Rat der Stadt Kleve, an der Spitze Bürgermeister Theo Brauer, wurde die in ihrem Bestand sehr gefährdete St. Martinus Grundschule Griethausen zum Schuljahr 2007/2008 in eine Montessorischule umgewandelt, allerdings auf eine Einzügigkeit festgelegt.

Ulrich Menn
Vorsitzender

Die Satzung unseres Vereins zum Download: Montessori-Förderverin Kleve e.V.